Kinderpatenschaften in Mexiko
Derzeit sind alle Kinder im Projekt vermittelt. Neuvermittlungen finden nicht statt. Es gibt aber viele dringende Fälle von Kinderarmut und Chancenlosigkeit zur Bildung in Georgien (Kaukasus) und Philippinen. Wenn Sie mit einer Patenschaft helfen möchten, bitten wir Sie sich diese Projekte anzusehen (links klicken).
Infos zum aktuellen Projekt in Mexiko:
Unser Projektort in Mexiko heißt Tonatico. Tonatico ist ca. 4 Stunden, oder 150 Km, vom Busbahnhof in Mexiko/City entfernt.
Projektkinder
Das Leben in Tonatico ist sehr "einfach". Tonatico ist eine kleine Stadt, mit ca. 15.000 Einwohnern. Die Straßen sind holbrig und weitgehend geteert. Über den Straßen hängen Kabel und Leitungen, wild und wirr durcheinander. Die Wasserversorgung funktioniert nicht permanent und bei Regen fällt schon mal der Strom aus.
Die Häuser sind sehr schmal, gehen dafür aber weit in die Tiefe. Man sieht eine schöne Fasade und wenn man eintritt, findet man meist einen schlicht betonierten Boden, oder auch einen Sandboden. Hinter diesem Zimmer geht es oft direkt in den Garten, manchmal ohne Zwischenwand. Im Garten kann man manchmal eine Art "WC" finden und die Dusche besteht schon mal aus einer am Baum aufgehängten Gießkanne.
Was also in der kleinen Stadt Tonatico schon Probleme macht, wird erst richtig problematisch außerhalb Tonaticos. Dort leben die Menschen oft in Bambushütten, die nur aus einem einzigen Raum bestehen. Durch den Bambus kommt Wind, durch den Bambus kommt auch Regenwasser. Gekocht wird vor der Hütte, auch gewaschen. Der Raum, oft so 3 x 4 Meter, ist Wohnzimmer, Schlafzimmer, Esszimmer für 2-3 Erwachsene und oft auch für 2-3 Kinder.
Arbeit zu finden ist schwer. Schulsachen zu finanzieren oder Kinder in die Schule zu schicken noch schwerer. Manchmal reicht es nicht mal um satt zu werden.
Feste Jobs gibt es, aber die werden oft nicht so gut bezahlt. 200 - 300 Euro im Monat, sind so das normale Einkommen für viele Famlien. Diese Jobs gibt es aber auch nicht in ausreichendem Maße. Viele Leute sind Gelegenheitsarbeiter und arbeiten einige Wochen, sind wieder einige Wochen auf der Suche (Foto: Kleinlaster der DHS bei einer monatlichen Verteilfahrt).
Und weil es eben hinten und vorne nicht reicht zum Leben, steht zum Beispiel auch der 11 jährige Alejandro morgens um 4 Uhr auf, um auf einem Erdnussfeld zu arbeiten. Was erwirtschaftet wird reicht zum Essen und selbst Papa und Alejandro zusammen, schaffen es nicht genug heimzubringen, damit die kleine Katalina ausreichend Medikamente kaufen kann, um ihre fortschreitende Erblindung zu stoppen. Krankenversicherungen oder kostenfreie Gesundheitsvorsorgen über Sozialämter, wie z.B. in der EU, gibt es dort nicht.
Dafür gibt es aber viele Krankheiten, die aus fehlender Hygiene heraus entstehen oder bedingt sind durch die schlechte Ernährung. Am weitesten verbreitet sind Zuckerkrankheiten, die sich auf Augen und Nieren auswirken, Herpes Zoster, aber auch Fieberkrankheiten, wie das Dengue Fieber sind nicht unbekannt.
Hier setzt das Projekt der Deutschen Humanitären Stiftung an.
Schule statt Feldarbeit
In Absprache mit der Stadt Tonatico haben wir seit 2001 ein Projekt im Rahmen von Kinderpatenschaften in Tonatico.
Die Kinder und Eltern schließen mit der Stiftung einen Vertrag. Die Kinder gehen nicht mehr zur Feldarbeit, sondern sie gehen regelmäßig zur Schule.
Dafür erhalten die Kinder von der Stiftung regelmäßig Lebensmittel und Hygienematerial, als Ausgleich für das Wenige, was sie durch die Feldarbeit verdient hätten und dringend zum Leben brauchen. Ebenso erhalten die Kinder Hilfen zum Kauf der Schuluniformen, wie Hilfen um Schulmaterial zu kaufen.
Wir arbeiten eng mit dem Sozialamt und der Gemeindeverwaltung zusammen. Wir können Räumlichkeiten des Sozialamtes nutzes, wie die medizinische Infrastruktur.
Auch unser Büro ist seit März 2010 direkt in der Stadtverwaltung, wo wir mietfrei einen eigenen Büroraum, wie Telefon und Internet nutzen können.


